Nats/ September 7, 2020/ eastside stories, westside stories

Plötzlich ist es also wieder soweit! Nach drei Wochen Deutschland-Aufenthalt geht es nun für noch einmal drei Wochen gen Kroatien. Es ist mein Endspurt in Europa für 2020. Ein Jahr, wie es noch nicht einmal im Buche steht. Verdrängenswerte Erlebnisse rund um „Corona“ sind mir hier deshalb auch nicht einer Erwähnung wert. Doch abgesehen davon genoss ich meine Zeit in den Apotheken, die Treffen mit Freunden und Familie. Vor allem erfreuten mich Vater-Kind-Wochenenden. Aber die Zeit fliegt…und nun fliege auch ich weiter…

Ich bin übrigens ein Meister des „in letzter Minute Packens“, so auch diesmal. Ich scheine natürlicherweise strukturiert und ordentlich, behalte deshalb meistens einen guten Überblick, weshalb wiederum Koffer- sowie Rucksack-Füllereien für mich ein Kinderspiel darstellen.

Heute gab es sogar mal etwas besonders zu transportieren: Eine Kaffeemaschine. Sie war ein Geschenk meiner Schwägerin. Das herrlich dunkelrote Gerät reiste übrigens von Kalifornien bereits nach Kaua’i, um von dort dann nach Deutschland zu fliegen, schön über San Francisco und London nach Düsseldorf. Damit aber nicht genug, denn es ging für den brauenden Apparillo sogar noch mit uns im Auto nach Kroatien – Endstation Vis.

Endlich sollte die Senseo uns dort sensationellen Kaffee kredenzen. Aber mitnichten, denn das Ding heizte einfach nicht auf. War die viele Strahlung über den Wolken Schuld? Vibrationen? Gar Jetlag? Was auch immer – sie musste wohl in eine Philips Werkstatt. Leichter gesagt als getan, denn dazu musste sie wiederum nach Deutschland zurück, weil die kroatischen Dependenzen nicht so kulant waren.

Ich wusste, dass ich nach Düsseldorf fliegen würde und so gab ich das defekte Gerät schonmal Freunden mit, die uns mit dem Auto auf Vis besucht hatten. Manchmal hab ich ja auch echt ausgeklügelte Ideen 😉

Als ich im deutschen Lande war, schickte ich das stylische, nie benutzte Teil ein und hoffte leise, dass sie zeitig fertig wird. Und tatsächlich kam sie auf den letzten Drücker an! Wahnsinn! Aber was nun? In den Koffer war mir zu riskant, sie sollte ja nicht erneut Strahlungen, energiereichen Wellen oder komischen Vibrationen im Frachtraum ausgesetzt sein. Also ab ins Handgepäck! Im Passagierraum wir es ihr ja wohl gut ergehen.

Mit vereinten Kräften packen wir die Senseo mit meinen Laptop “cheek to cheek” in den Rucksack. Letzterer nahm zwar eine sehr seltsame Form an, blieb aber durchaus tragbar. Am Düsseldorf Flughafen war ich auf die Security gespannt. Wie so oft musste ich meinen Laptop aus der Tasche nehmen, was mich ärgerte, weil mich das wieder einpacken diesmal schreckte.

…natürlich wurde mein Rucksack nach dem Röntgen aussortiert und gefilzt. Zu zweit ging es da sogar ans Untersuchen. Ich grätschte verbal dazwischen mit der Erklärung, dass jenes in Luftfolie verpackte ja eine Kaffeemaschine wäre. Prompt bekam ich eine Rüge, weil doch “größere” elektronische Geräte solitär zum Durchleuchten müssten.

Dennoch war weder sie als auch ich verdächtig und so kamen wir vereint nach Vis. Der Flieger war übrigens leer, alles lief mehr als glatt – nun bleibt noch abwarten, ob die Kaffeemaschine auch wirklich kocht…

Der letzte Abend gehörte der Familie 🙂