nats/ September 22, 2019/ westside stories

Zum zweiten Mal beschloss ich also dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Was für ein Spaaaß! 🙂 Trendelburg war also nur Trend – nämlich hin zu den ausgewachseneren Urlaubsorten: Diesmal ging es an die Mosel. Weinberge soweit das Auge reicht, ein wunderschöner, mäandernder Fluss, Dorf an Dorf gereiht, wo Schankwirtschaften en masse Weine kredenzen sowie deftige Leckereien.

Ich kam für eine Woche nach Zell. Es ist ein kleines Städtchen mit historischem Stadtkern, urigen Gebäuden nebst Fachwerkhäuschen, dazwischen steinalte Stadtmauern und eine modernere Uferpromenade. An dieser legten die ganze Woche über Ausflugsschiffe an, welche unterschiedlichste Gäste an die romantische und weinschwere Stadt heranschiffte.

In der Apotheke dort bekam ich dann allerhand Touris mit, also neben den Deutschen auch welche aus Holland, Niederlanden, den ganzen Beneluxstaaten kommend, ebenso aus Skandinavien oder den USA. Alle kamen nach Zell. An der Mosel wohlgemerkt, nicht am See!

Aufregend war dann der morgendliche Blick vor das Schiff – welche Fortbewegungsmittel hat die Crew wohl für die Passagiere vorbereitet, was erwartete uns heute (auch dienstlich)? Oft war es eine lange Reihe Elektrofahrräder, denn Radeln entlang der Mosel ist sehr beliebt. Doch ebenso regelmäßig wartete eine Reihe Rollatoren auf erkundungsfreudige Ausflügler.

Mein Mann war übrigens tapfer und begleitete mich diese Woche auf meinem Arbeitsausflug. Er erkundete tagsüber die Umgebung, beschrieb mir abends was es so alles gibt und bereitete kleine, gemeinsame Wanderungen nach Feierabend für uns vor. Denn zum Wandern ist die ganze Gegend (neben eben Radeln) ein Traum! Natur und Geschichte pur. Natürlich machten wir auch eine kleine Auto-Tour Richtung Traben-Trarbach sowie Kröv, wo ich meinem Ami dann den Kröver “Nacked-Butt” erklären musste, nee nee, I know, crazy Germans…