Es trug sich Anfang der 70er Jahre zu, dass im Namen der Wissenschaft eine folgenschwere Entscheidung getroffen wurde: Fett ist böse! Eine Studie, die “Seven Countries Study”, wurde schlussendlich so ausgelegt, das Nahrungsfett und Cholesterin Herz-Kreislauf-Beschwerden hervorrufen. Zur gleichen Zeit filterten beachtenswerte Studien schon, dass vor allem Zucker, aber auch Fructose und die immer populärer werdende weil praktische prozessierte Nahrung zu Krankheiten führen können. Dennoch siegte das bis heute tief in uns verankerte Dogma, dass Fett ungesund ist, dick und krank macht.
Parallel zu diese neuen Erkenntnis entstand in den USA eine Lebensmittelpyramide, die folglich für unsere westlichen Ernährung nun kohlenhydrathaltige Nahrung als Basis auslegte. Dieses Wissen wiederum basierte auf Studien, die durch amerikanische Agrarunternehmen gesponsort wurden. Die Bevölkerung sollte Getreide und Zucker konsumieren und bis heute wird beispielsweise Mais staatlich subventioniert, was dazu führt, dass der gesundheitsschädliche aber super günstige High-Fructose-Corn-Syrup in unfassbar vielen Lebensmittels zugesetzt wird. Übrigens übernahm die Deutsche Gesellschaft für ernährung die Amerikanischen Studien und Ideen, dass Fett schädlich und die Grundlage unserer Ernährung aus Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Getreide bestehen soll.
Und während in den folgenschweren Jahren das klassische, tierische Fett verteufelt wurde, die Idee einer fettfreien Ernährung immer mehr propagiert wurde, entwickelte sich eine noch fatalere Idee: Plötzlich wurden pflanzliche Fette über den Klee gelobt, angepriesen und als Heilmittel vertrieben! Margarine, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Maisöl waren plötzlich Fette, die als gesunde alternativ zu deren tierischen “Krankmachern”. Eier wurde zudem in die gleiche Waagschale geworfen, mit dem Verzicht auf das vor allem Eigelb konnte man ja das darin enthaltene Cholesterin sparen.
Was habe ich gelernt? Margarine und die meisten pflanzliche Fette – bis auf die überaus gesunden Ausnahmen Olivenöl, Kokosfett und Avocado sowie Leinöl – sind überwiegend hoch prozessierte Schmierstoffe, die den Blutgefäßen und dem menschlichen Metabolismus (u.a. entzündungsfördernd) mehr schaden als nutzen. Tierische Fette, allen voran Butter von Weidekühen, aber auch Schmalz und Fleisch von Bio-Tieren sowie Fische, haben durchaus gute ernährungstechnische Eigenschaften. Nicht unerwähnt bleiben sollten Nüsse, mit denen man auch sehr gut sein gutes Fett abbekommen kann. Alle erwähnten “guten” Fette respektive Öle und fettenthaltenden Lebensmittel liefern Omega-3-Fettsäuren, ungesättigte Fettsäuren oder konjugierte Linolsäuren, sind allesamt überwiegend entzündungshemmend, verleihen dem Blut bessere Fließeigenschaften, fördern auch die Darmgesundheit sowie die Gehirnfunktion! Somit sind sie auch Grundlage für eine ketogene Ernährung, die viele gesundheitlichen Vorteile hat und ein Gegenspieler zur kohlenhydratbasierten Ernährung, durch der Körper viele metabolische Probleme entwickeln kann…
