Feuchtbiotop

Wir haben ein Leck im Garten! Einst war es ein Wasserhahn, wir haben ihn aber nie genutzt, denn der Gartenschlauch klemmte nicht weit entfernt an einem anderen Anschluss – und so krähte kein Hahn nach jenem Hahn. Dann funktionierten wir die Wasserstelle in eine Außendusche um – und ab und an huschten wir sogar drunter, beispielsweise wenn wir zu sandig vom Strand heim kamen oder uns beim Graben im Garten schmutzig gemacht hatten. Dennoch war die Dusche eher unbeliebt, da wir uns zum einen nicht an Nachbars Grenze zu nackig machen wollten und dann mussten wir am besten barfuß zum Eingang – und bis dahin waren die Füße wieder schmutzig.

Schlussendlich hatten wir dann diese Leitung gekappt, es war ein kleiner Akt, da wir das Rohr absägen und schweißen mussten. Als wir vor kurzen ein paar mal wegen einer Badezimmerbaustelle den Haupthahn abdrehen und wieder aufdrehen mussten kam es wohl zu einem erhöhten Druck im System und vor allem in diesem abgelegenen Rohr-Rudiment.

Seitdem tropft es stetig an dem stillgelegten Hahn und zwar durch einen feinen Sprühnebel, der durch ein winziges Loch Wasser durch das perforierte Lot-Metall hinaus vaporisiert wird – und sich an den umliegenden Seilen sammelt. Dropje for dropje… Nun, es ist ein zusätzlicher Wasserverbrauch, der noch im Rahmen ist, perfekt wäre er tatsächlich für eine Pflanze, die stetig Wasser bräuchte, ein Bananenbaum vielleicht?

Nun, es trug sich zwischenzeitlich zu, dass dieses Feuchtbiotop neue Bewohner befunden hat, eine Krötenfamilie wohnt nun im sehr schnell und üppig gewachsenen Gras rund um das Leck und machte es sich dort lecker gemütlich. Mal schauen, wann unsere Katze die glitschigen Gesellen entdeckt – wenn sie denn mal von meiner Yogamatte aufsteht und macht, was Katzen eigentlich machen, sprich: mal gucken, was da so unkt… 😉