1, 2, 3, ganz viele… Für Jahrzehnte nannte sich der Typ-1 auch juvenile Diabetes, fiel er doch überwiegend in jungen Jahren auf, oft verursacht durch ein Entzündung beziehungsweise eine Immunantwort, welche die Bauchspeicheldrüse dann dauerhaft schädigte, so dass die Insulinproduktion nahezu eingestellt ward. Der Typ-2 wurde meist Altersdiabetes genannt, erwischte es doch eher ältere Menschen, deren Körper nach jahrzehntelanger (ich sag mal vorsichtig) falscher Ernährung eine Insulinresistenz entwickelt hat, so dass schlussendlich der Pankreas mit seiner Insulinausschüttung einfach nicht mehr nach kommen konnte – und schlapp machte.
Doch heutzutage verschwimmen die Grenzen, denn immer mehr junge Menschen erkranken schon an Typ-2-Diabetes, es ist einfach kein “normaler” juveniler aber auch noch kein Alter für einen Altersdiabetes! Der Metabolismus der Betroffenen ist einfach durch schädliche Ernährung und Lebensweise schon sehr früh entgleist. Schnell spielen dort neben Übergewicht auch Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung sowie chronische Entzündungen eine Rolle – willkommen beim das Metabolische Syndrom und einer körperlichen Achterbahnfahrt.
Es ist eben nicht nur einfach ein zu viel an Zucker respektive ein zu wenig an Insulin. Diabetiker haben schnell viele Zellen in ihrem Körper glycolisiert (verzuckert) – Gefäße verschießen sich, es kommt zu Nieren-, Augen- oder Nerven-Schäden, zu Durchblutungsstörungen. Neben schon angedeutetem Bluthochdruck steigt also die Gefahr von Herzkreislauf-, aber von auch Krebs- oder Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn oder Multiple Sklerose.
Ein Problem, welches vielen nicht bewusst ist, ist, dass Zucker, welcher nicht für den Energiestoffwechsel verbraucht wird, als Fett (!) im Körper eingelagert wird. Auch kann sich Fett in der Leber anreichern, was deren Funktion einschränkt. Und weiter geht’s zum Darm! Die unnötigen Zucker dienen schädlichen Bakterien als Nahrung, so dass das Mikrobiom ins Ungleichgewicht kommt. Es kann dort zu Entzündungen, aber auch zu Veränderung im Stoffwechsel, im Immun- und Nervensystem kommen. Schlussendlich kann der hohe Glucosespiegel sich auch negativ auf die psychische Gesundheit auswirken, kann zu Erschöpfung führen, Stress und Depressionen verursachen.
Unlängst erwähnte ich ja Cholesterin, sowie dessen hohen Gehalt in unseren Gehirnen – und mögliche Auswirkungen von beispielsweise Cholesterinsenkern. Aber es gibt noch weitere neue Erkenntnisse, welche die erhöhte Inzidenz von Demenzerkrankungen erklären könnte. Neben eben Cholesterinmangel und akkumulierten Metallen wie beispielsweise Aluminium ist es vor allem: die Glucose! Mittlerweile kann man mit dem Einfluss eines chronisch erhöhten Zuckerspiegels herleiten, wie das daraus folgende Entzündungsgeschehen im Gehirn zu Parkinson, Alzheimer, allerhand Demenz führt – und hat sich damit offiziell zum Diabetes Typ-3 etabliert.
Was habe ich gelernt? Weitestgehend auf künstlichem Zuckerzusatz verzichten, heißt weg von allen „Zuckerarten, die Lebensmitteln oder Getränken während der Herstellung, der Zubereitung oder während des Verzehrs hinzugefügt werden“. Kein raffinierter weißer Zucker, keine Sirupe, aber auch keine raffinierten weißen Mehle, nichts was schnell ins Blut geht und den Insulinspiegel schnell ansteigen lässt! Es fällt mir noch oft schwer und ein-zwei Bisse gehen immer mal, aber ich muss mich einfach dran gewöhnen, dass das Leben schon süß genug ist… 😉
