Da habt’a jetzt Sand dran…

Neulich schrieb ich über den Tag, an dem ich mich schutzlos fühlte. Und nachdem die nukleare Bedrohung verpufft war und auch der Tsunami aus Alaska ein paar Tage später dann doch nicht über eine kleines Überschwappen an deren Küste dort hinweg kam, da dachte ich auch mal kurz an Hurricanes. Allerdings gibt es Gründe dafür, sich auf Kauai allem zum Trotz sicher zu fühlen, denn hier auf der westlichsten Insel des Staates Hawaii unterhalten die US-Navy und die NASA Einrichtungen, die der Überwachung von Luftraum bis ins Weltall dienen sowie der Kontrolle des umliegenden Ozeans. Die “Pacific Missile Range Facility” (PMRF), ist die weltgrößte voll ausgestattete, mehrdimensionale Raketen-Trainings- und Test-Base, die also nicht nur Raketen zu Wasser und zu Luft starten kann sondern auch feinste Abwehrsysteme besitzt. Die Navy sitzt also strategisch günstig inmitten des Pazifiks, um alles was noch weiter westlich ist, in Schach zu halten. Mit diesem Nachbarn (die Base ist 8km entfernt von unserem Haus) fühle ich mich eigentlich doch ganz sicher hier, weil: Raketen abwehren können ist ja schon recht beruhigend! Und bezüglich meiner windigen Gedanken: Die haben durch ihre ganzen Überwachungsinstrumente auch ein hervorragendes Hurricane-Warnsystem. (Da frag’ ich mich grade nur, ist es wichtig, ob man früher oder später davon erfährt, denn vernichtend sind so Wirbelwinde ja sowieso, haha… Ach so, stimmt, man muss sich nebst seinem Hab gut in Schutz bringen!) Vor ein paar Tagen lief ich den Strand im Anschluss an die PMRF entlang und sah die Überreste eines Panzers aus dem flachen Wasser ragen. Gischt umspülte die rostigen Reste, als wenn sie sich verstecken wollten, weil sie wussten, sie gehörten hier nicht hin. Hmm, was war wohl passiert? Die Base hat doch einen eigenen kilometerlangen Sandstrand. Ich sah vor meinem inneren Auge ein paar wackere Navy Marines die mal bissl kess im Sand cruisen wollten. Vierradantrieb?! Pah, wir haben doch Allradantrieb an unserem Panzer! 😉 Und dann wird es plötzlich eine Spritztour, die mit vielen Wasserspritzern endet. Ein Panzer, der im Sand stecken geblieben ist?! Das nenn’ ich mal militärisch festgefahren! Vielleicht hatten sie sich aber auch nur des nachts im Fuhrpark der Base verguckt und dachten im Dunkeln, sie hätten sich das Amphibienfahrzeug geschnappt…