(07.07.15) Auf in den nächsten Natsionalpark, et reißt nicht ab. Wir hatten uns deshalb besser mal eine Jahreskarte gekauft, die war um Längen günstiger als die normale Eintrittzahlerei. Irgendwie landeten wir deshalb am Glen Canyon Park, mit Damm und angrenzenden Lake Powell. Ein tolle, wieder ganz andere Landschaft mit unendlich erscheinendem Himmel begleitet uns und läßt uns frohlocken, dass wir aus Versehen wieder alles richtig gemacht haben. Leider haben wir so lange getrödelt, bis es anfing zu regnen und wir den nächsten und mir wichtigen Antilope Canyon schon aufgeben wollten. Abgesehen von einem Mangel an ausleuchtenden Sonnenstrahlen soll es in der schmalen Schlucht bei starkem Regen auch zu Springfluten kommen. Ich hadere bissl und wir harren grübelnd eine halbe Stunde auf dem Parkplatz aus. Als der Regen aufhört frage ich spontan nach der nächsten Tour in 15 Minuten. Es ist noch Platz auf den Gefährt und die Sonne schaut langsam hinter der Wolkendecke hervor. Der Canyon ist wunderschön gewachsen bzw. erodiert. Sand, Luft und Wasser sind dabei die natürlichen Schleifsteine. Hübsches Ding, man kann Millionen gelb-orange-rot-braune Fotos machen. Macht man auch. 😉 Währenddessen spielt ein Indianer zeitweise Flöte und es schallt durch die Gänge. Und Tourguide Cindy sagt immer wieder, dass wir so ein Glück haben, es wäre sonst immer brechend voll hier. Danke Regen!! 🙂 Nach dem wir also auch hier Glück hatten versuchen wir einen weiteren Schnapper zu machen und wollen zum Sonnenuntergang am Monument Valley sein. Es klappt, wir haben ne Punktlandung und die Wolkendecke läßt in einigen Momenten großes Kino zu. Allerdings verquatschen wir uns mit dem Heidelberger Henning und verpassen fast den finalen Untergang. Jedenfalls sind sie schön anzusehen diese felsigen Monumente in diesem Tal, ich komme mir echt vor wie in einem Western, wünsche mir ein Pferd herbei. Jetzt ist mir klar, warum das hier gerne als Filmkulisse genommen wurde. Come to where the flavour is, ja, den Geschmack von rotem Wüstensand hat man hier übrigens auch schon mal im Mund, da hilft nur Feuerwasser…
The clouds above opened up and let it out… Manchmal können so Wölkchen ja echt putzig sein. Und das Monument Valley bei Sonnenuntergang auch.
Erstmal nochmal ein Colorado-River-Stausee, der Lake Powell nämlich. Und dann ab in den Antilope Canyon. Unten mittig ein Blick in und aus Smaugs Einöde, unten rechts könnte aus einem 007-Vorspann sein: Im Angesicht des Sandsteins oder Ein Canyon ist nicht genug.








