nats/ February 8, 2020/ on the other side

Es ist ja doch immer wieder ein weiter Weg…also wenn wir mal in den Nooorden fahren. Bei den Schti’s war der “Norden” ein Ort in Frankreich, wo man als in Paris oder an der Cote d’Azur ansässiger Franzose überhaupt nicht gerne hin wollte. Hier auf Kaua’i ist die nördliche Küste jedoch sehr hübsch und gesellig – und dennoch ist es eine Qual dort hin zu gelangen. 😉 Wir aus dem kargen Westen genießen aber einstweilen die dortigen wellenintensiven Strände, atemberaubenden Täler, vulkanischen Gebirge und urigen Regenwälder.

…wenn wir mal hinkommen. Im Westen wohnhaft müssen wir quasi einmal gegen den Uhrzeigesinn um den ganzen Insel-Pudding, das sind 105 Kilometer und ungefähr zwei Stunden – wenn man ohne anhalten sowie am Wochenende fährt.

Die Ausflugszeit lässt sich natürlich beliebig ausdehnen, denn auf der Reise zum anderen Ende der einen umspannenden Insel-Landstraße gibt es viele schöne Ecken zum anhalten. Wir spielten also am Wochenende Sightseeing auf der Garteninsel – diesmal zeigten wir unseren Gästen den Kilauea Leuchtturm, eine Touristenattraktion an der Nordküste, welche ich auch noch nie besucht hatte.

Es war wirklich traumhaft dort auf dem felsigen Zipfel – und das trotz zahlreicher Menschen! 😉 Im Gegenzug las ich, wieviel tolles Meeresgetier hier rund um unsere pazifische Insel zugegen ist. Und dann war dort sogar noch eine riesige Seeschwalben-Kolonie ansässig, welche super fröhlich umherflatterte und eine tolle weiße Konter-Kulisse bot gegenüber des weißen Turms.

Als wir kurz darauf nochmal anhielten, um ins tolle Hanalei Valley und seine Taro-Felder zu blicken, sah ich erstmals die Tafel über die tierischen Bewohnern dieser wunderschönen Ebene. Es wimmelt also nur so vor wunderschönen Wesen hier. 🙂

Übrigens genossen wir am Strand Kalihiwai auf einem Baustamm sitzend den hüpfenden Tanz eines hübsch gefiederten Grau-Kardinals. Der putzige Vogel ist ein Ureinwohner des hawaiianischen Archipels, der früher wegen seiner roten Kopf-Federn gerne gerupft wurde, um damit die Häupter der Häuptlinge zu schmücken. Hey, er hat’s überlebt! Hut ab! 🙂