nats/ August 17, 2019/ eastside stories

Hockuspockus war’s ja schon immer für mich. Wie soll das funktionieren? Gemüse-Saat säen und dann wächst da auch noch was! Etwas, was man Essen kann!? Verrückt…

Nun ja, in den vergangen paar Jahren hab ich mich dann doch auch mal etwas mehr mit der agrikulturellen Materie beschäftigt. Mein Mann hat da eh ein Händchen für. Und meine Stiefmutter auch. So lerne ich – und staune.

Auf Kaua’i – der Garteninsel – ist Gartenarbeit quasi Programm. Viel Regen für die vielen exotische Obstbäume machen uns das Leben dort, in unserem zweiten Zuhause, naturgemäß schmackhaft. Dennoch wächst dort noch längst nicht alles, was man begehrt, so dass unser Nutzgarten viel Arbeit erfordert und auch regelmäßig eher Enttäuschungen statt Gemüse sprießen lässt. Aber wir lassen uns nicht unter kriegen, nicht so wie das Saatgut, welches wir weiterhin und immer wieder wacker pflanzen. 😉

In Kroatien, am Haus meiner Familie, hatte mein Opa seinen Garten terrassenartig angelegt, hängende Gärten, ein Traum für jeden Landschaftsgärtner- und bauer. Ich erinnere mich an Mangold und Kartoffeln, ja sogar an Erdbeeren in meiner Kindheit.

Heute sind wir plötzlich die Hobby-Bauern, hier auf der ökologisch sehr wertvollen Insel Vis. Zeuge dieser kostbaren Natur sind die unzähligen Schmetterlinge, Bienen und Hummeln, die sich hier tummeln.

Und so bauen wir nun im Wechsel an, total spannend, so ein Bäumchen-wechsle-dich-Spiel. Kam es doch so aus, dass mein Mann und ich ein paar Monate hier sind und mein Vater mit seiner Frau drumherum auch – und so pflanzen wir quasi meist für das andere Pärchen! 🙂 Manchmal überschneiden sich die Wachstumsphasen, so dass alle vier von dem Obst oder Gemüse partizipieren können, aber manchmal muss man einfach nur gönnen können. 😉

So genießen wir dieser Monate die vorgepflanzten Tomaten und Paprika, wobei die anderen Schleckermäuler dann den grad gedeihenden Mangold verzehren können (nach welchem ich mich normalerweise verzehre).

Zucchini hatte wir übrigens dieses Jahr alle. Und Kohl, frischen Kohl, den ich nun hol…